Puerto Iguazu – Der erste Tag

Zurück aus Iguazu, möchte ich nun auch endlich wieder ein paar Beiträge schreiben, bevor ich am Sonntag schon wieder nach Deutschland zurückfliege. Die Zeit verging wirklich extrem schnell. Mein Deutsch hat in den letzten Wochen leider sehr gelitten – zu viel Englisch, Spanisch und Portugiesisch und zu wenig Deutsch – bitte verzeiht also stilistisch grausige Sätze, ich gelobe Besserung!

Vorweggenommen sei schonmal: Iguazu und das brasilianische Pendant Iguacu waren mein absolutes Reise-Highlight! Eine schönere Zeit hätte ich mir kaum vorstellen können und obwohl ich von Freitag bis Dienstag dort war, war die Zeit noch immer zu kurz. Auf der anderen Seite war die doch recht kurze Zeit auch wieder gut – denn ich habe ein halbes Vermögen dort gelassen und wäre ich länger geblieben, wäre ich nun wohl komplett pleite. Allein, um Iguazu von beiden Seiten zu sehen (+ Fahrt + Bootsfahrt), habe ich rund 100€ hinblättern müssen. Aber fangen wir nun erst einmal von vorne an.

Am letzten Freitag ging es also morgens um 5:40 Uhr auf nach Puerto Iguazu. Das bestellte Taxi hat mich pünktlich um 3:50 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht, dort ging das Einchecken sehr schnell und unkompliziert. Das Flugzeug war klein und blau – dachte ich, aber das Flugzeug, was an meinem Gate stand war gar nicht das, was wir dann genutzt haben. Das tatsächliche Flugzeug war klein und silber 😀 (Es hatte rund 100 Sitzplätze) und wir sind unglaubliche 50m mit dem Flughafen-Bus-Shuttle dorthin gefahren. xD

Bereits der Flug hat mir unvergessliche Bilder beschert – kurz vor dem Start begann die Dämmerung, es war leicht nebelig, so dass der Horizont in zartem lila erstrahlte, während der Himmel dadrüber bis zu hellblau/weiß war, wohingegen die Stadt noch in tiefstem Nachtdunkel und hellen Lichtern erstrahlte. Als wir langsam über Buenos Aires hinaufstiegen, sah die Stadt einfach atemberaubend aus – das war wirklich der schönste Blick auf Buenos Aires, den ich in dem ganzen Monat hatte. Das einzige Foto, das ich schnell noch vor dem Start machen konnte, konnte diesen Augenblick leider nicht einfangen. Da ich so früh geflogen bin, habe ich dann auch noch einen wundervollen Sonnenaufgang im Flugzeug sehen können. Der war wirklich sehr beeindruckend schön – auch hier konnte ich kein Foto machen, ich saß auf der falschen Seite im Flugzeug! Verdammt! 😀

Als wir dann im Landeanflug waren, kamen mir weiß Gott warum die Tränen – diese unendliche Weite von riesigen Flüssen zwischen grünen Bäumen war einfach unglaublich beeindruckend und ich war wirklich wirklich glücklich, diese unglaubliche Natur sehen zu können. Der Flughafen selbst war winzig – unser Flugzeug war das einzige weit und breit, es gab aber immerhin ganze drei Gates. Entzückend sah er trotzdem aus, gerade weil er so klein war. Vom Flughafen ging es mit einem Shuttlebus nach Puerto Iguazu, wo ich dann auch schnell mein Hostel finden konnte. Allgemein waren die Hostels sehr schön und günstig – ich habe für 2 Nächte 170 Pesos bezahlt, also etwa 8€ pro Nacht und war vollkommen zufrieden. Da ich so früh im Hostel ankam (8:30 Uhr) war das Zimmer noch nicht fertig, so dass ich einen ersten kleinen Streifzug durch die Stadt unternahm und hin und weg war. Es war bereits extrem warm und das ganze Wochenende konnte ich Sonne (nicht ununterbrochen, es gab auch reichlich Regen) und Temperaturen um 35°C genießen. Gegen 10 konnte ich dann mein Zimmer beziehen und gleich ein paar Bekanntschaften machen, so dass wir uns am Freitag erst einmal Puerto Iguazu anschauten und dann gemeinsam zu den brasilianischen Wasserfällen fuhren.

An dieser Stelle schon einmal vorweg genommen: Die argentinische Seite hat definitiv mehr zu bieten. Schöner und beeindruckender war für mich allerdings eindeutig die brasilianische Seite. Als ich auf einer Brücke ganz nah an den Wasserfällen stand und klatschnass wurde, überall um mich herum Regenbögen, war ich einfach glückselig. Ich habe außerdem herausgefunden, dass ich niemals das Ende des Regenbogens finden kann, weil die Regenbögen dort kreisförmig waren.

Auf dem Rückweg haben wir dann den letzten Bus verpasst. Die Busse dort waren sowieso eine Katastrophe! Letztendlich haben wir ein überteuertes Taxi genommen, was mein Urlaubsbudget stark geschmälert hat. Abends wieder im Hostel angekommen, habe ich dann zwei deutsche Mädels (Tania und Josi) kennengelernt, mit denen ich noch einen absolut lustigen Abend verbracht habe. Wir kamen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.

So ging also der erste großartige Iguazu-Tag zu Ende.

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Eindrücke aus Uruguay

Die ersten Eindrücke aus Uruguay gibt es nun einfach erstmal als Bilder, die ziemlich hübsch sind. Ein ausführlicher (schriftlicher) Bericht folgt später. Unsere Reiseroute war:

Buenos Aires -> Colonia -> Montevideo -> Irgendein Ort in der Nähe von San Carlos -> La Paloma -> La Pedrera -> Punta del Este -> Montevideo -> Colonia -> Buenos Aires

Außerdem habe ich noch einmal die Bildergalerie von gestern (Buenos Aires Cementerio, Jardin Japones, …) überarbeitet und mit einigen Bildunterschriften versehen.

Auch der Flug nach Iguacu ist nun vom 14.-18.3. gebucht (Danke an mein Lieblingsloki :*). Ich komme wirklich gar nicht mehr hinterher ^^

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Wieder zurück

Erstmal das Wichtigste: Wir sind wieder gut in Buenos Aires angekommen.

Und um es gleich vorweg zu nehmen: Es gibt einfach keine Postkarten in Uruguay. Ich musste irgendwann aufgeben, doch noch welche zu finden – und dass wir an einem Feiertags-Wochenende da waren, hat die Suche vermutlich noch mehr erschwert bzw. letztendlich unmöglich gemacht.

Bevor es nun Näheres zu Uruguay gibt, kommen erst noch die Fotos aus Buenos Aires letzte Woche (zu viele, aber ich kann mich einfach nicht von trennen). Morgen oder Übermorgen folgt dann Uruguay 🙂

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Abgemeldet

Gestern haben wir unser Ticket für Uruguay besorgt. Heute geht es los, so dass wir vermutlich erstmal Internet-frei sind. Was für Abenteuer wir unterwegs erleben, gibts dann nächste Woche (wir fahren von Samstag bis Dienstag, also wird es wohl erst am Mittwoch den nächsten Eintrag geben).

Ein schönes Wochenende euch allen 🙂

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Gute-Laune-Wetter

Gestern war unglaublich gutes Wetter, was mir sehr gute Laune, einen ersten Sonnenbrand und schmerzende Füße bescherte. Auf meinem ersten Trip allein durch Buenos Aires mit Ziel „Jardin Japones“ (also dem Japanischen Garten) bin ich noch einmal zu Friedhof gegangen – diesmal habe ich den Eingang gefunden und bin eine kleine Ewigkeit durch die verschiedenen Gänge getigert. Danach kam ich noch an einer kleinen Kirche vorbei, es war gerade Gottesdienst, weswegen keine Fotos erlaubt waren. Danach ging es – wie Anfang der Woche – wieder zur Rechts-Fakultät, diesmal jedoch weiter zum Plaza Naciones Unidas, über den Plaza Alemania (außer einer deutschen Fahne, einem Erklärungsschild auf deutsch und dem Namen war da allerdings wenig Alemania-Feeling) bis hin zum Jardin Japones. Dort musste ich leider umkehren, weil der Arbeitsbeginn näher rückte, so dass ich zwar einmal um den Garten herumgegangen bin (er war viel kleiner, als erwartet), aber nicht hinein (sie wollten 32 Pesos dafür haben, und das war mir dann für 5-10 Minuten doch zu viel). Nächste Woche muss ich nochmal dort hinein.

Hinweg

Auf dem Rückweg kam ich noch an einigen weiteren Parks vorbei und war am Ende froh, angekommen zu sein, weil mir dann doch die Füße weh taten.

Rückweg

 

Meine Füße wurden dann völlig überrascht, als sie nachmittags schon wieder laufen durften (dabei hat sich herausgestellt, dass das „wichtig aussehende Gebäude“ neulich eine weitere Uni-Fakultät war – hey, warum haben die so krasse Universitätsgebäude hier?!): Wir haben Christian zu einer weiteren Sprachaufnahme im Museo Nacional de Bellas Artes begleitet (während er beschäftigt war, habe ich mir das Museum angeschaut, Anna hat sich in den Park in die Sonne gelegt) und sind danach noch ein wenig umhergewandert. Auch einen Supereisbecher-Eisladen haben wir mit Christians Hilfe noch gefunden und waren dann noch in einem Buchladen, der sich in einem Theater befindet (ziemlich cool), bevor wir wieder zurück zum Lab gefunden haben. Dort angekommen, hätten wir eigentlich schon gleich wieder gehen müssen, weil Christians Geburtstagsfeier für diesen Abend geplant war.

Eine halbe Stunde später sind wir dann tatsächlich los und hatten dann das erste mal das Vergnügen, in der U-Bahn zu fahren (voll und enorm warm und stickig). Wir kamen eine Stunde zu spät an der Bar an, weswegen die Reservierung verfallen war und nachdem wir 50(!!!!) Minuten gewartet haben, dass wir einen Platz bekommen, sind wir schlussendlich doch in ein Restaurant gegangen, wo es Budweiser und Picadas gab. Mir ist dabei wieder mal aufgefallen, dass das Essen hier leider nicht immer so besonders ist – ganz schlimm waren kleine Würste, die im ersten Moment nach Wiener schmeckten, im zweiten nur noch nach Chlor.

Gegen halb zwei waren wir dann nach einer lustigen Busfahrt wieder zu Hause. Heute wollen wir unseren Wochenend-Trip nach Uruguay buchen. Auf meiner Tour gestern habe ich rund 200 Fotos gemacht, die kommen dann spätestens morgen früh (also, unser früh, nicht euer früh), die muss ich nämlich erst noch durchsehen, sortieren und ordentlich beschriften – und das dauert immer Ewigkeiten.

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Erste Woche vorbei

Die erste Woche ist um, wenn man bedenkt, dass wir bereits letzten Donnerstag abgeflogen sind und heute schon wieder Donnerstag ist. Viel von Buenos Aires ansich haben wir ehrlich gesagt immer noch nicht gesehen, aber das wird sich hoffentlich noch ändern. Am Wochenende fahren wir möglicherweise erst einmal nach Uruguay, weil Montag und Dienstag Feiertag (Karneval) ist, so dass es sich dann auch wirklich lohnt.

Gestern konnten wir unsere erste Aufgabe im Lab soweit beenden, so dass wir heute mit etwas Neuem beginnen. Zum Mittag gab es mal etwas Gesundes: Wir haben uns in einem vegetarischen Geschäft einen Berg leckerer Aufläufe und Salate aufgeschaufelt (Christian ist übrigens Vegetarier).

Nachdem es heute Nacht extrem kalt war, strahlt nun die Sonne. Daher verschwinde ich nun nach draußen um neue Fotos zu machen, heute gibts leider keine. Heute Abend geht es dann voraussichtlich in eine Bar, so dass wir endlich mal dazu kommen, die Lokale hier zu testen.

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Der böse Dienstag

Der gestrige Tag begann kühl und windig. Als wir jedoch vor der Arbeit noch auf eine kleine Stadt-Erkundungstour gingen (mehrfach wurde uns der „Cementerio de Recoleta“, also der Friedhof, als Anlaufpunkt genannt), kamen wir doch ganz schön ins Schwitzen unter der warmen Sonne. Den Eingang zum Friedhof haben wir verpasst, aber man konnte von außen bereits sehen, wie prunkvoll die Begräbnisse im Inneren sein müssen. Ich werde mich definitiv noch einmal auf den Weg hinein machen, denn dort liegen wohl viele Berühmtheiten von Argentinien begraben.

Wir liefen also an dem Friedhof vorbei (hier gab es eine Vielzahl von Bars, deswegen wurde uns das Gebiet für abends zum Weggehen empfohlen) und erreichten eine riesig große Straße, die uns irgendwann zum japanischen Garten geführt hätte (noch eins meiner „muss ich unbedingt sehen“-Ziele). Dort gab es mehrere kleine Parks und ein griechisch anmutendes Gebäude, von dem wir auf Arbeit erfuhren, dass dies die Law-Fakultät der Uni ist.

Da unser Arbeitsbeginn nahe rückte, machten wir uns auf den Rückweg, stolperten dabei noch durch eine „Mall“, in der es ausschließlich alle Arten von Einrichtungsgegenständen gab (Betten, Regale, Türschlösser, Sauna, …) und kamen dann nach einem gemütlichen Fußmarsch im Krankenhaus an.

Unsere erste Aufgabe bestand darin, Audio-Sprachdateien auseinanderzuschneiden, um später ein Forced Alignment damit durchzuführen. Zum Mittag brachte uns Christian eine Vielzahl von Empanadas (diese gefüllten Teigtaschen, die wir auch bei Jorge bekommen hatten), besonders die „Caprese“ (also gefüllt mit Tomate, Käse und Basilikum) waren traumhaft.

Mein Arbeitstag endete sehr früh mit riesigen Kopfschmerzen, so dass ich bereits um 4 nach Hause ging. So ganz weg ist es auch heute morgen noch nicht, aber ich hoffe, dass ich diesen Tag besser überstehe als den gestrigen.

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Der erste Arbeitstag

Gestern war also unser erster „Arbeitstag“. Er war genau so, wie man sich einen ersten Tag vorstellt: Nichts funktioniert, man weiß nicht, was man tun soll und sitzt nur rum und langweilt sich.

Highlight war das Essen, das Christian (einer der Studenten, die auch nach Deutschland kommen) anlässlich seines Geburtstags am Vortag mitgebracht hat: Süßgebäck und Sandwich de Miga in allen Variationen. Ich weiß nun, dass es das Sandwich auch mit dunklem Brot gibt und dass es mit Ei und Schinken absolut mega lecker schmeckt. Auch Käse und Olive ist nicht zu verachten.

Davon abgesehen wurden unsere Arbeitsplätze gefühlte 30.000 mal umgeräumt und neu ausgestattet, weil das Internet nicht funktionierte, die Maus, der Monitor. Oder weil Miguel (der andere Student) den einen PC plötzlich wieder für sich haben wollte und nun das ganze Büro umgeräumt werden musste. Am Ende hatte Anna einen anderen PC als anfangs von Jorge zugeteilt und ich – ja, ich hab nun einen Laptop, weil der PC partout keine Verbindung mit dem Internet herstellen wollte. Großartig :O

Als wir abends heim gingen, war es plötzlich verdammt kühl und windig und auch heute morgen sieht das Wetter nicht besser aus: 16° C, bewölkt und extrem windig. Mal schauen, ob uns heute umfangreichere Arbeit als rumsitzen und zuhören erwartet.

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Ganz viel Textbericht und ein paar Bilder

Heute ist unser erster „Arbeitstag“. Bisher habe ich noch immer nicht von unserer Ankunft berichtet, daher hole ich das nun nach. Danach folgen ein paar Bilder zum sonntäglichen Familien-asado.

Nachdem wir Freitag also von Jorge und Mirta vom Flughafen abgeholt wurden, sind wir zunächst zu deren Haus gefahren. Anna musste erst einmal laut loslachen, als Jorge an der ersten roten Ampel abbremste – alle anderen Autos aber einfach weiterfuhren, woraufhin auch Jorge wieder Gas gab. Das Ignorieren der roten Ampel setzte sich fort. Auf dem Weg zu Jorges Haus kamen wir an wirklich ärmlichen aussehenden Vierteln vorbei, da wurde mir doch erst einmal ein wenig mulmig. Die Häuser waren mehrstöckig und teils ohne Außenwände. Am Straßenrand sahen wir einmal einen Stand riesiger Wassermelonen, so eine müssen wir unbedingt noch erwerben. Kurze Zeit darauf wurden die Häuser kleiner, aber nicht weniger brüchig. Zu meiner großen Verwunderung gab es zwischendrin immer wieder neue, moderne Häuser, die so gar nicht in das Bild zu passen schienen. Selbst die Nachbarschaft unseres Zielortes sah mir nicht so recht vertrauenerweckend aus – bis wir die Hauptstraße verließen und man plötzlich das Gefühl hatte, in Zehlendorf angekommen zu sein. Als wir kurz darauf das Haus betraten, war ich auch sofort vom Innenleben begeistert: Es war wundervoll eingerichtet und der Garten – ein Traum. Zu unserer Überraschung gehörte gleich noch ein zweites Haus am anderen Ende des Gartens dazu, das allerdings eher als eine Art Atelier und Abstellkammer diente (drinnen waren wir nicht, so wurde uns nur erzählt). Ein paar Fotos aus dem Garten konntet ihr ja bereits sehen.

Nachdem wir also angekommen sind, gab es Tee, Unterhaltungen und ein paar Sandwiches  de Miga zu essen. Sandwiches de Miga sind extrem dünne Toastscheiben (vom „Pan de Miga“), drei Scheiben aufeinandergestapelt, mit Käse, Schinken und Tomate oder Salat – und ohne Kruste. Am nächsten Tag haben wir uns eine Box davon im Supermarkt geholt, weil sie echt lecker sind. Ich habe mal meinen Finger danebengehalten, damit man sieht, wie dünn die einzelnen Scheiben wirklich sind.

Sandwich de Miga

Etwas später gab es Mittag, dort wurden uns „Empanadas cordobesas“ sowie eine Art türkische Pizza mit Salat serviert, dazu „Picada“ – eine Art Tapas, also diverse Kleinigkeiten wie Chips, Käse, Salami und Oliven. Für Anna gab es außerdem noch ein argentinisches Bier 😀

Empanadas cordobesas

Nach dem Mittagessen ging es Richtung Innenstadt, um einmal das Krankenhaus kennenzulernen, in dem sich das Lab von Jorge befindet (und damit auch unser Arbeitsplatz). Wir sind über die Autobahn gefahren (man zahlt dort beim Auffahren auf die Autobahn eine Gebühr und interessanterweise auch zwischendrin nochmal, wenn man den inneren Stadtbereich erreicht) und haben einen beeindruckenden ersten Eindruck von der Weite Buenos Aires erhalten. Überall gab es riesige Häuser, zwischendrin wurden weitere riesige Häuser gebaut – ich fragte mich, wo denn der Platz für diese weiteren Häuser herkommt, weil es wirklich bereits unglaublich voll wirkte. Da wir gestern noch einmal über die Autobahn fuhren, konnte ich noch ein paar Fotos machen (sie sind vielleicht nicht so richtig spannend, aber ich finde die Aussicht und die enorme Größe der Stadt einfach beeindruckend). Vom Lab werden sicher auch noch Fotos folgen. Etwas überrascht war ich, dass an der ersten großen Straße bereits Kinder „bettelten“, indem sie versuchten, den Autofahrern an der Ampel etwas anzudrehen. Damit hätte ich vermutlich rechnen sollen, aber da man bei uns so etwas kaum sieht, war es wirklich ungewohnt.

Das Lab befindet sich in einem Krankenhaus, das aussieht wie aus einem schlechten Horrorfilm – mit einem ganz eigenen Charme. Im Krankenhaus werden die Studenten ausgebildet und entspricht wirklich keinem Krankenhaus von europäischem Standard. Auch das Lab wirkt sehr alt, aber trotzdem auf seine eigene Art gemütlich.

Nach einem kurzen Besuch ging es dann weiter zu unserem Appartment (es war mittlerweile halb 5), das wir dann beziehen konnten. Obwohl wir im Vorhinein Fotos gesehen hatten, waren wir doch überrascht – es sah viel besser und geräumiger aus, als wir erwartet hatten. Nur das Bad hat genau den Charme, den ich von den Fotos erwartet hatte – nämlich gar keinen, zumindest für mich (Anna findet es wohl irgendwie cool).

Am Abend haben wir dann noch Findet Nemo auf Spanisch angemacht (es gibt hier tatsächlich den Disney Channel :D), allerdings habe ich nicht mehr viel von mitbekommen, ich war sooo müde. Um 2 Uhr nachts war ich wieder wach (pünktlich 6 Uhr deutsche Zeit!), habe mich aber diesmal geweigert, wach zu bleiben – und bin dann wieder um 6 (argentinische Zeit) aufgewacht. Das mit um 2 und um 6 Uhr wach werden hat sich die letzten Tage weiterhin durchgesetzt. Da Anna doch etwas länger schläft, habe ich morgens schön Zeit, in Ruhe einen neuen Eintrag zu verfassen und die Fotos vom Vortag durchzugehen 😉

Gestern waren wir noch einmal bei Jorge zu Hause, um am Familien-asado – also dem sonntäglichen Grillen – teilzunehmen. Wir wurden von Gaston, dem Sohn der Familie, abgeholt und sind das erste mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, nämlich mit dem Bus und der Bahn. Während das Busticket rund 2,7 Pesos kostet, ist die Bahnfahrt mit 1,7 Pesos wirklich unglaublich günstig (das sind rund 15 Cent). Man bezahlt bevorzugt mit einer aufladbaren „Prepaid“-Karte, die man beim Betreten des Busses einfach nur an den „Ticketautomaten“ hält. Scheinbar ist die Bahnfahrt nicht so sicher, da es immer wieder Zugunglücke gibt, aber wir kamen gut an. Etwas irritierend und irgendwann auch sehr nervig waren die Verkäufer, die hochfrequentiert durch die Wagen gingen, um (jeder etwas anderes, es kommt wohl darauf an, etwas einzigartiges zu präsentieren) Schokolade, Rätselhefte, Ausmalbücher usw. zu verkaufen.

Bei Jorge angekommen, lernten wir eine der beiden Töchter kennen, sowie den Vater von Jorge (ein unglaublich sympatischer und lebensfroh wirkender Mann) und die Mutter von Mirta. Es gab diverses Grillfleisch (Mjam!) und natürlich auch wieder Picadas. Anschließend fuhren wir noch zu einem Eisgeschäft, wo man Eis im riesigen Kilo-Bottich kaufte (ich habe gestaunt als hätte ich noch nie Eis gesehen), das gab es dann natürlich auch noch zu essen. Während Anna sich von Paula, der anwesenden Tochter, erklären lies, was wir alles unbedingt sehen müssen, habe ich Kung Fu Panda im Fernsehen gesehen 😀

Am späten Nachmittag ging es dann wieder nach Hause, diesmal im Auto. Ich war so müde, dass ich auch ziemlich bald einschlief – und damit war der Tag vorbei.

Noch ein kleiner Einschub zu den Nahrungsmitteln, die wir hier im Supermarkt gekauft haben: Ich liebe das Müsli! Es sieht zwar aus wie Trocken-Hundefutter, aber es schmeckt unglaublich gut. Suspekt ist allerdings, dass Limonaden ohne Kohlensäure sind. So haben wir diese Freunde erworben und waren wirklich irritiert, dass sie total abgestanden schmecken, weil einfach keine Kohlensäure enthalten ist (obwohl wir das aus Gewohnheit einfach erwartet haben). Mischt man das ganze mit Sodawasser, schmeckt es mir allerdings ziemlich gut.

Limonaden ohne Kohlensäure

Verwundert waren wir auch, als wir das erste mal durch die Reihen mit alkoholischen Getränken gingen – und es dort Vodka für 17 Pesos gab (also rund 1,50€), und das auch noch in Liter-Flaschen. Anna fragte erst einmal irritiert, ob das Peso-Angaben sind. Und ja, das war es wirklich, und das war es nun auch mit dem Nachtrag.

Heute startet also der erste Arbeitstag, und ich bin gespannt, was uns da so erwartet. Wir müssen erst zur Mittagszeit dort sein, da Jorge immer von Mittags bis Abends arbeitet. Morgen dann mehr zum „ersten Arbeitseindruck“ 😉

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Fotos vom ersten (ganzen) Tag

Bevor ich nun bald ins Bett gehe, gibt es noch ein paar Fotos des heutigen Tages! Wir waren Vormittags einkaufen und haben festgestellt, dass Buenos Aires definitiv NICHT günstig ist. Unser heutiger Einkauf lag bei rund 85€ und ein Stück Camembert kostete uns knapp 6€! Shampoo hingegen war enorm günstig. Das Rindfleisch gab es zwischen 6 und 14€ das Kilo, das Brot nicht für unter 2€. Wir haben noch ein paar sehr dünne Sandwiches erworben (die haben wir gestern bei Jorge und Mirta kennengelernt und fanden sie super lecker), die kosteten uns gleich 5€ – also alles in allem waren wir überrascht, wie teuer der Spaß war.

Nach dem verzögerten Frühstück sind wir dann losgegangen, um etwas die Stadt zu erkunden und den Hafen zu sehen. Der Weg war ziemlich weit und mir tun die Füße weh! Aber es hat sich gelohnt. Zwar hat mich der „Hafen“ nicht so sehr beeindruckt, aber wir haben den Parque Natural (Naturalienpark :D) gefunden und dort noch einen sehr langen Spaziergang gemacht (was daran lag, dass der kleine Rundweg rund 4km lang war, der große sogar 8km). Da gab es dann eine schöne Aussicht auf den Fluss (denn eigentlich ist es ein Fluss und nicht das Meer), das Wasser war allerdings nicht so ansehnlich – schwimmen war sogar verboten – und der „Strand“ war echt vermüllt. Zwischendrin gab es an Sträuchern und Bäumen jede Menge Blumen – rote Blume, lila Blume, pinke Blume (was natürlich eigentlich nur Blüten waren) – und eine Vielzahl von ganz hübschen Käfern, den sogenannten Toritos. Hübsche Tierchen. Nicht.

Torito (von http://beetlesinthebush.wordpress.com)

Dann gab es noch ein kleines Abendessen, und nun geht es gleich ins Bett. Für morgen gibt es bisher keine Pläne. Mal schauen, was für Fotos ich morgen machen kann 😀

PS: Welche Kamera macht das schönere Bild (siehe Vergleichsbild)?

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